Lieber zum weiblichen oder männlichen Frauenarzt?

Die Wahl des Gynäkologen ist nicht selten eine schwierige Entscheidung. Nicht nur die Nähe zur Praxis, auch die Sympathie spielt bei der Auswahl des Frauenarztes eine große Rolle.  Was aber viele noch mehr verunsichert ist die Wahl des Frauenarztes: Lieber zu einem Mann oder zu einer Frau?

Noch vor vielen Jahren gab es deutlich mehr Männer in gynäkologischen Praxen als heute. Das Thema Frauenheilkunde war vor einigen Jahrzehnten doch noch fest in Hand der männlichen Mediziner. Dabei fühlen sich doch mehr Patientinnen in den Händen einer Frau wohler.
Immerhin kann ein weiblicher Gynäkologe die Belange der Patientinnen besser verstehen als ein männlicher Arzt dies könnte, oder?
Sicher ist, moderne Mediziner, ganz gleich ob männlich oder weiblich stehen sich in nichts nach.

Die Gynäkologin ist einfühlsamer

Manche Patientinnen fühlen sich bei einer Frauenärztin besser aufgehoben, kann diese doch die Probleme mit der Weiblichkeit, Unterleibschmerzen oder Beschwerden in der Schwangerschaft Aufgrund des gleichen Geschlechts besser nachvollziehen und der Patientin individuellere Tipps geben als ein Mann, der sich nur in der Theorie mit den Problemen der weiblichen Gesundheit auskennt, sie aber selbst nie durchlebt hat.
Andererseits kann man darauf hindeuten, dass auch männliche Frauenärzte durchaus ein offenes Ohr für die Belange der Patientin haben und sich dank der Erfahrung im erlernten Beruf für die individuellen Anliegen der Damen auf die Probleme einstellen und helfen können.

Die Scham vor einem männlichen Arzt

Sicherlich ist es kein schönes Gefühl auf dem Gynäkologiestuhl zu sitzen und sich dem Mediziner so auszuliefern. Viele Frauen scheuen diese Situation vor einem doch fremden Mann und gehen deshalb lieber zu einer Ärztin.
Hier kann man aber sagen, dass ein männlicher Frauenarzt im Laufe der Jahre gelernt hat, das Schamgefühl seiner Patientin zu verringern und ihr die Scham bei der Untersuchung durch seine fachliche Kompetenz zu nehmen.
Keine Frau braucht sich für ihre gesundheitlichen Beschwerden oder ihren Körper zu genieren. Für den Frauenarzt ist der weibliche Körper ein Instrument, dass zu seiner täglichen Arbeit dazu gehört. Kein Arzt, ob männlich oder weiblich, wird sich auf Kommentare oder Andeutungen zu seiner Patientin hinreißen lassen. Außer sie hat natürlich mit dem Wohlbefinden zu tun.
Ein sensibler Arzt nimmt die Angst seiner Patientin aber immer wahr und hilft ihr, die Scheu vor dem untersuchenden Mediziner ablegen zu können.

Letztendlich ist die Wahl des Frauenarztes immer eine ganz individuelle Entscheidung. Gibt es eine professionelle Sympathie zum Gynäkologen, wie gefällt mir die Atmosphäre in der Praxis, welche Behandlungsmethoden werden angeboten und wie viel zeit nimmt der Arzt sich für mich. Diese Aspekte spielen eine viel größere Rolle bei der Arztwahl als das Geschlecht des Gynäkologen.

HPV Impfung, das sollten Sie wissen!